Sedanplatz und Unterführungen
Der Sedanplatz entwickelte sich mit vielen neuen Geschäften zum zentralen Treffpunkt. Nahe der Kirche, dem Bahnhof und der neuen Unterführung.

Um die Verkehrsbehinderung der Gleisanlagen für die Anleger und Bauern zu beheben wurde 1874 die Unterführung als schrankenlose Verbindung zw. Nord und Süd gebaut (1979 umgebaut). Geo Daten 52°22’30.2″N 9°58’34.0″E

Nur selten fuhren damals Automobile wie dieses durch die Unterführung. Sie war hauptsächlich notwendig geworden, damit die Bauern zu ihren Feldern und zur Zuckerfabrik kamen.
Aus Sicht der Unterführung sieht man die Geschäfte am Sedanplatz. In der Mitte Karl Bocks Buchhandel links Günthers Blumenladen und rechts das Fotoatelier von Schroers. Aber nur selten verirrte sich ein Auto hierher, meist fuhren Pferde- und Handkarren durch die Unterführung. Geo Daten 52°22’30.2″N 9°58’34.0″E
Die Poststraße
Etwas später, 1890 kommt ein weiterer Tunnel als Verbindung zw. Bahnhofs und Poststraße hinzu. Geo Daten

Links sieht man den Tunneleingang zum Bahnhofsviertel. Rechts die Gaststätte und Hotel Lehrter Hof mit großem Tanzsaal, dahinter der Eingang zum Kaffeegarten und das Gasthaus Fries.
Hier sieht man das Gasthaus Fries, die Schlachterei Möhle und die Privatgasse zur Spinnerei Welge, weiter hinten die Altdeutsche Bierschänke, das Künnemansche Haus und das Postamt.


Die Privatgasse zur Spinnerei Heinrich Welge ca. 1895.
1886 eröffnet der Uhrmacher Eduard Neiseke ein Fachgeschäft für Uhren und Schmuck neben der Bäckerei Ehlers in der Poststraße. Anfang 1900 verlegt er sein Geschäft an die Burgdorferstraße.

